Auslösung Rauchmelder, eskaliert zu Feuer 4

Alarmierung am 13.06.2014 um 17:40 Uhr, Ausrückebezirk Blomberg

Auf dem Gut Nassengrund wurde durch Spaziergänger eine Rauchmelderauslösung gehört.

Sie alarmierten die Feuerwehr. Kurze Zeit später entdeckten sie Rauch aus einem Gebäude. Die Leitstelle erhöhte auf Feuer3, dann Feuer4 und immer weiter. Es war der Start für eine große Alarmübung mit über 120 Einsatzkräften.

Objektbeschreibung:

Das Gut Nassengrund liegt nordöstlich von Blomberg oberhalb der Siedlung Gergerloh. Es wird nicht mehr landwirtschaftlich genutzt und ist vorwiegend zu Wohnungen umgebaut. Die Zufahrt ist nur über Wirtschaftswege möglich, auf denen eine Begegnung von Großfahrzeugen nicht möglich ist. Offene ergiebige Wasserstellen sind weiter entfernt.

Ziel der Übung war, eine sichere Wasserversorgung aufzubauen und das Löschwassersystem (LöWa) der Feuerwehr Lemgo darin einzubinden. Das LöWa besteht aus einem Wechselladerfahrzeug + Container mit Pumpenraum, einem LF16 TS und einem ELW. Der Container, 30m3 Inhalt wird aufgestellt und kann mit Tanklöschfahrzeugen oder Schlauchleitungen gefüllt werden, beides gleichzeitig ist auch möglich. Über die TS im Pumpenraum kann direkt aus dem Container in die abgehenden Leitungen gefördert werden. Das LF kann bei Bedarf in abgehende Leitungen fördern oder in der Zuführung eingesetzt werden. Löschgruppen erstellten die Wasserentnahmestellen.

Für unsere Übung wurden sieben TLF 4000 im Pendelverkehr eingesetzt. Mit Schlauchwagen wurden Förderleitungen zu einer entfernten Wasserentnahmestelle nahe am Freibad gelegt. Im Einsatzfall würde die Wassernetnahme am Freibad eingerichtet. Drei weitere Wasserentnahmen wurden für die TLF 4000 eingerichtet, somit war ein verzögerungsfreies befüllen des LöWa möglich. Wir erreichten eine Wasserabgabe nahe 2500 Liter / min.

Unsere Löschfahrzeuge (HLF20 + LF20 + LF10) standen mit der Drehleiter auf dem Hof und dienten als Einsatzstellenpumpen.

Da in der Erstphase Personen vermisst waren, suchten Einsatzkräfte nach den Vermissten. Mithilfe der Wärmebildkamera wurden sie gefunden und an den Rettungsdienst übergeben. Die Johanniter Unfallhilfe, in unsere Alarm + Ausrückeordnung mit eingebunden, übernahm die Verletzten.

Im Bereich der verrauchten Scheune wurde Atemschutz eingesetzt. Zur Versorgung mit Atemluftflaschen war der Wechsellader Atemschutz vom Feuerwehrausbildungszentrum vor Ort.

 

Eingesetzte Einheiten:

Feuerwehr Blomberg: 1 ELW, 1 HLF20, 1 LF 20, 1 LF10, 1 TLF4000, 1 RW, 1 DLK, 1 GW-L1, 2 TSF-W, 3 MTF

Feuerwehr Barntrup:   1 TLF4000, 1 SW 2000

Feuerwehr Bösingfeld: 1 TLF4000

Feuerwehr Dörentrup: 1 TLF4000

Feuerwehr Horn-Bad Meinberg:   1 TLF4000, 1 SW 2000

Feuerwehr Lemgo:   1 TLF4000, LöWa-System

Feuerwehr Schieder-Schwalenberg: 1 TLF4000, 1 SW 2000

Johanniter Unfallhilfe Blomberg: 1 RTW, 1 KTW, 1 ELW, 1 GW

Feuerwehrausbildungszentrum: 1 WL Atemschutz

Mannschaft gesamt: 124 Einsatzkräfte

 

Übungsende: 21:30 Uhr

Die JUH sorgte nach Übungsende für eine leckere Erbsensuppe. Die Familie Hielscher versorgte uns mit Getränken.

Wir danken allen beteiligten Einheiten für den Einsatz und besonders der Familie Hielscher, dass wir dort auf dem Gut üben durften.

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